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29. Juni 2022

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Die internationale Leuchtkraft österreichischer Bildungsinstitutionen

Die internationale Leuchtkraft österreichischer Bildungsinstitutionen© Pexels.com/Johannes Plenio

Getty Foundation unterstützt gemeinsames Projekt von Kremser Zentrum für Bildwissenschaften und Wiener Belvedere Research Center. Im Fokus steht der rasante digitalen Wandel und neue Anforderungsprofile im musealen Kunstbetrieb.

(red/mich/cc) Die Getty Foundation fördert mit 99.000 Euro eine gemeinsam eingereichte Sommerakademie des an der Kremser Uni für Weiterbildung ansässigen Zentrums für Bildwissenschaften und der Österreichischen Galerie Belvedere. Bildwissenschafter Oliver Grau leitet zudem mit einem neuen Konzept eine Hauptsektion bei der größten Konferenz der Kunstgeschichte in São Paulo mit dem Titel „Migration, Climate, Surveillance – What does Media Arts Complexity want?“.

Belvedere Museum und Kremser Uni auf einer Ebene mit Harvard oder ETH Zürich
Die Getty Foundation hatte bisher Universitäten wie Harvard (US) oder der ETH Zürich (CH) die begehrten Getty Grants zugesprochen. Nun erhalten Oliver Grau vom Zentrum für Bildwissenschaften im niederösterreichischen Krems und Christian Huemer vom Research Center des Belvedere Museums in Wien für ihr Projekt Summer School eine der renommierten Unterstützungen. Das Zentrum für Bildwissenschaften konzipierte hier gemeinsam mit der Österreichischen Galerie Belvedere eine Sommerakademie zur digitalen Zukunft des Museums.

Der digitale Wandel und die sich rasant ändernden Anforderungsprofile der Mitarbeiter sind dabei Thema der zweiwöchigen Veranstaltung „The Museum in a Digital World: Strategies – Methods – Tools“. Internationale ExpertInnen sprechen dazu jeweils eine Woche in Krems und eine in Wien. Antrag und Programm gehen aus den seit 2005 am Zentrum für Bildwissenschaften entwickelten Programmen „Digitales Sammlungsmanagement“ und „MediaArtHistories“ hervor.

Innovatives Konzept aus Österreich für weltweit größte Kunstkonferenz
Bildwissenschafter Oliver Grau leitete auf der mehrfach verschobenen und schließlich hybrid durchgeführten internationalen Konferenz der Kunstgeschichte CIHA (Comité international d'histoire de l'art) in São Paulo auch einen Schwerpunkt mit dem Titel „Migration, Climate, Surveillance – What does Media Arts Complexity want?“. Diese Sektion verband mehrere Variablen, die erstmals auf einer CIHA-Konferenz verhandelt wurden. CIHA ist mit über 10.000 TeilnehmerInnen die weltgrößte Konferenz der Kunstgeschichte, sie findet alle drei Jahre statt.

Zu den Grundfragen unserer Zeit im Kontext mit der rasanten digitalen Transformation wie Bevölkerungsexplosion und das weitere Wachstum der Kohlenstoffgesellschaften, gehören auch Bereiche wie Migration, Klima oder Überwachung. All diese Themen wurden in den letzten Dekaden primär von der Medienkunst in Ausstellungen oder Festivals thematisiert. „Da die Museen noch nicht auf die Kunst unserer Zeit vorbereitet sind, stellen bislang vornehmlich die etwa 200 Festivals weltweit das Medium der digitalen Medienkunst dar“, so Uni Krems und Belvedere in einer Aussendung.

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red/mich/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 03.02.2022