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30. November 2023

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Internationaler Schulterschluss gegen Klimakrise

Internationaler Schulterschluss gegen Klimakrise© Infineon

Digitalisierung und Ökonomie und Nachhaltigkeit. Infineon startet EU-Projekte für Leistungselektronik und Künstliche Intelligenz. 98 Partner und 130 Millionen Euro Forschungsvolumen.

(red/cc) Mit dem sogenannten „Green Deal“ hat die Europäische Union das Ziel, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Um das zu erreichen, braucht es intelligente, emissionsarme Technologien mit einer innovationsstarken, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie in Europa. Forschung und Innovation bei Schrittmachertechnologien wie der Leistungselektronik sind dabei entscheidend.

Infineon startet nun in Villach zwei europäische Forschungsprojekte und verspricht sich dabei auch eine entsprechende Schubkraft zur Bewältigung der Klimakrise. Im Projekt „ALL2GaN“ (Affordable smart GaN IC solutions for greener applications), geht es um leicht integrierbare Energiesparchips aus Galliumnitrid. Sie haben das Potenzial, die Energieeffizienz um 30 Prozent in einer Vielzahl von Anwendungen zu verbessern und damit weltweit hochgerechnet 218 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, so Infineon in einer Aussendung.

Investitionen in Schlüsseltechnologien essenziell
Das zweite Projekt „AIMS5.0“ fokussiert sich auf Künstliche Intelligenz (KI), um branchenübergreifend eine ressourceneffiziente Fertigung zu schaffen und auch übergreifende Wertschöpfungsprozesse und Lieferketten zu optimieren. Die auf drei Jahre ausgelegten Projekte mit einem Gesamtvolumen von 130 Millionen Euro vereinen 98 Partner aus 18 Ländern. Die Gelder kommen aus Industrie, Förderungen der einzelnen beteiligten Länder und aus dem europäischen Forschungsprogramm „Key Digital Technologies“.

„Für das Erreichen der Klimaziele sind Investitionen in Schlüsseltechnologien essenziell. Das geht über forschungsorientierte Kooperation mit den besten Partnern und Innovationen mit echter Wirkung“, erläutert Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria. „Hochgerechnet ergibt sich allein hier ein Einsparungspotenzial von 218 Millionen Tonnen CO2. Gemeinsam können wir schneller nachhaltige Produkte und Prozesse entwickeln und entscheidend zur Dekarbonisierung und Digitalisierung beitragen“, betont die Infineon Chefin.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 26.05.2023