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02. März 2024

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Bargeld bleibt beliebtestes Zahlungsmittel

Bargeld bleibt beliebtestes Zahlungsmittel© Pexels.com/cottonbro

Eine repräsentative Studie der Österreichischen Nationalbank untersuchte das private Zahlungsverhalten der Österreicher. 93 Prozent schätzen Bargeld, dahinter folgen Karten und digitale Dienste.

(red/cc) In Österreich ist und bleibt Bargeld das beliebteste Zahlungsmittel am sogenannten Point-of-Sale (POS; Anm. Kassenbereich). Dies belegt eine von der Österreichischen Nationalbank (OeNB) durchgeführte Zahlungsmittelumfrage. Die repräsentativen Daten liefern Einblicke in das tatsächliche Zahlungsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Durchschnittlich haben sie 102 Euro Bargeld direkt in der Geldbörse, 2021 lag dieser Wert noch bei 95.

Bargeld versus Kartenzahlung
Die OeNB lässt regelmäßig eine bundesweit repräsentative Bevölkerungsbefragung zum Zahlungsverhalten privater Haushalte (Frauen und Männer ab dem 16. Lebensjahr) durchführen. Von 2022 auf 2023 wurden 1.400 Personen in einer Kombination aus persönlichen und Online-Interviews befragt. Dabei führten 568 Personen zusätzlich ein Zahlungsbuch, wo sie sämtliche Zahlungstransaktionen über den Zeitraum von sieben Tagen aufzeichneten – und das ermöglicht einen präzisen Blick auf das Zahlungsverhalten der Menschen in Österreich. 

Trotz eines in den letzten Jahren stark gewachsenen Onlinehandels ist der stationäre Handel mit einem Anteil von 84 Prozent aller getätigten Zahlungen immer noch mit Abstand der wichtigste Ort für Einkäufe. Dabei ist Bargeld für 93 Prozent der Befragten das „optimale Zahlungsmittel“. Zusätzlich erreichen auch Zahlungskarten mit und ohne Code-Eingabe hohe Zustimmungswerte (88 bzw. 76 Prozent). Bezahlapps via Mobiltelefone oder sogenannte Wearables werden deutlich weniger positiv wahrgenommen und erreichen Werte unter 30 Prozent, allerdings mit altersabhängigen Unterschieden.

Die Relationen bei Anzahl und Volumina der Transaktionen
Bei 77 Prozent der Zahlungen unter Euro 10 wird in Österreich bar bezahlt. Eine Aufschlüsselung nach Betragsgröße der Transaktionen am POS zeigt, dass mehr als ein Drittel der Transaktionen einen Wert von 10 Euro oder weniger aufweisen. Auch für Zahlungen bis zu einem Betrag von 50 ist Bargeld das bevorzugte Zahlungsmittel. Bei Zahlungen zwischen 50 und 100 Euro greifen jedoch 52 Prozent der Befragten bereits bevorzugt zu Zahlungskarten (47 Prozent zur Debitkarte, 5 zur Kreditkarte).

Die Anteile von Transaktionen und die Volumina der Zahlungsmittel am POS zeigen, dass sich der Trend zu bargeldlosen Zahlungen zwar fortsetzt, aber Bargeld noch immer das in Österreich am häufigsten verwendete Zahlungsmittel an der Kassa ist. Insgesamt wurden am POS fast zwei Drittel aller Transaktionen (63 Prozent) mit Bargeld getätigt. Der Transaktionsanteil der Zahlungskarten beträgt 30 Prozent. Gemessen am Transaktionsvolumen hat Bargeld mit 48 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil. Der volumenmäßige Unterschied zu den Zahlungskarten hat sich jedoch im Vergleich zur letzten Erhebung deutlich auf nun zwei Prozentpunkte verringert.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 26.10.2023