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28. November 2022

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Innovation in der betrieblichen Praxis

Innovation in der betrieblichen Praxis© Pexels.com/pixabay

Bedarfsorientiert einsetzbare und ökonomisch skalierbare Cloud-Systeme spielen in der betrieblichen Digitalisierung eine immer größere Rolle. BKW-Gruppe vertraut beim Thema SAP auf T-Systems. Greiner-Tochter Neveon setzt bei Vertriebsoptimierung auf Salesforce.

(Christian Czaak) Industrielle Wertschöpfungsketten erstrecken sich vom Angebot bis zur Lieferung. Die zugrunde liegenden IT-Systeme für diese vernetzten Geschäftsprozesse müssen flexibel zu steuern sein. Verfügbarkeit und Sicherheit und aktuelle Daten sind dabei übergreifende Querschnittsthemen.

Die BKW Gruppe ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Bern. Der Konzern diversifiziert laufend seine Geschäftstätigkeit und verwendet in der IT-Architektur eine SAP-Hana Landschaft für sämtliche Businessprozesse wie Finanzen, Beschaffung, Vertrieb, Logistik oder Instandhaltung.

Externe Expertise
Die technische Komplexität einer SAP-Architektur erfordert zunehmend spezialisierte Expertise und so entschied die BKW-Gruppe den Basisbetrieb an T-Systems auszulagern. Gefordert waren ein hoher Grad an Standardisierung und Automatisierung, die Ausnutzung von Skaleneffekten und Kosteneffizienz.

„Wir erhalten von T-Systems elastisch höchste Performance und maximale Verfügbarkeit für unsere kritischen Infrastrukturen und können uns auf wettbewerbsdifferenzierende Innovation fokussieren“, sagt Michel Frey, Leiter Business-Prozess-Unterstützung, BKW Gruppe.

Harmonisierung der unterschiedlichen Vertriebsprozesse
Ein anderes Einsatzgebiet für Cloud-Dienste ist der Bereich Marketing und Vertrieb mit dem Thema Kundenbetreuung. Das Unternehmen Neveon entstand im vergangenen Jahr durch die Bündelung von sechs verschiedenen Schaumstoffunternehmen und gehört zur Greiner Gruppe.

Ziel war ein global tätiger Betrieb mit Integration und Harmonisierung der unterschiedlichen Vertriebs- und Serviceprozesse der vormaligen Portfoliounternehmen. Für dieses Transformationsprojekt wurde gemeinsam mit dem IT-Beraterhaus Blinker und dem CRM-Anbieter Salesforce eine Lösung entwickelt, welche die Prozesse weltweit standardisiert und so Freiraum für neue Wertschöpfung schafft.

Kunde im Zentrum
Im ersten Schritt wurden für die Abläufe in Marketing, Vertrieb und Service zentrale Themen wie Leadgenerierung, Kontaktmanagement oder Reporting definiert und sodann die technische Abbildung. Das Projekt-Team erarbeitete dazu in einer eigenen agilen Anwendung („Accelerator“) 480 Anwender-Stories.

Damit sollten verschiedene Geschäftsprozesse abgebildet und diese dann schrittweise in die Salesforce Service Cloud übergeleitet und konfiguriert werden. „Der neue Omnichannel-Ansatz hilft Neveon, Kundenbeziehungen über die Kanäle Sales, Marketing und Vertrieb zusammenzuführen“, so Steffen Lange, Landeschef von Salesforce Austria.

Intelligente Evaluierung von Martkpotentialen
Nach der Implementierung folgt nun die Verknüpfung der bestehenden ERP-Systeme mit dem neuen CRM-System von Salesforce. Weitere Zielsetzungen sind transparente und automatisierte Prozesse bei Angeboten und Vertragsmanagement, auch je Kunden und Produkt, sowie eine intelligentere Evaluierung von Marktpotenzialen und die Optimierung der übergreifenden Kommunikation.

„Salesforce hilft uns nicht nur unsere Wachstumsstrategie rascher umzusetzen, sondern auch bestehende Prozesse automatisieren und die Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf neue Beine stellen“, sagt Jürgen Kleinrath, CCO und Co-CEO von Neveon.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 28.06.2022