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13. Juni 2024

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Die zögerliche Rückkehr ins Büro

Die zögerliche Rückkehr ins Büro© pexels/fauxels

Die während der Corona-Pandemie gestartete Arbeitsform via Home Office wurde von Betrieben wie Mitarbeitern gut angenommen. Eine aktuelle Analyse des deutschen ifo-Instituts untersuchte nun die aktuelle Situation.

(red/cc) Während der Corona-Pandemie war die Arbeit von zu Hause eine Art Kompromiss zwischen Gesundheit und Wirtschaft. Sowohl die arbeitgebenden Unternehmen und Institutionen als auch die arbeitnehmenden MitarbeiterInnen unterstützten und nutzten das sogenannte Home Office - auch über das Ende von LockDowns hinaus.
Beachtliche Unterschiede zwischen den Branchen
Nun hat die Nutzung des Homeoffice in Deutschland etwas nachgelassen. Sie sank von 24,7 Prozent im Februar auf exakt 24 Prozent aller Beschäftigten im April, so eine aktuelle Umfrage des Münchner ifo Instituts. „Der Rückgang ist nur minimal, trotz der Diskussionen um die Rückkehr ins Büro. Insgesamt bleibt die Homeofficequote auf einem deutlich höheren Niveau als vor Corona“, sagt Jean-Victor Alipour vom ifo-Institut.

Hinter den Durchschnittszahlen verbergen sich jedoch beachtliche Unterschiede zwischen den Branchen. In der der Pharmazeutischen Industrie sprang der Anteil im April von 21,6 auf 32,8 Prozent, bei den Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern reduzierte er sich dagegen deutlicher von 47,1 auf 40,1 Prozent. 2019 arbeiteten zehn Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zuhause.
Computerdienstleister und Unternehmensberater arbeiten häufig im Home Office

Bei den Computerdienstleistern und in der Unternehmensberatung wird besonders häufig von zuhause gearbeitet, zu rund 70 Prozent. Auch in der Werbung und Marktforschung ist das Heimbüro stark verbreitet. 57,2 Prozent der Beschäftigten arbeiten hier von zuhause, dreimal so viel wie im Jahr 2019.

Wo Tätigkeiten grundsätzlich schwer mit Homeoffice vereinbar sind, liegen die Quoten und die Veränderungen im Vergleich zu 2019 jedoch niedrig. Das gilt etwa in der Gastronomie, wo der Anteil der Beschäftigten unverändert bei 1,6 Prozent bleibt. In der Beherbergung stieg er auf 0,9 Prozent, von 0,6 Prozent vor der Krise.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 12.05.2023